Schnellvergleich Windows Mobile vs Android


Wer sein Handy mit Online-Flatrate nutzt, hat schnell steigende Ansprüche und Erwartungen, die Windows Mobile 6.5 als klassisches Offline – Betriebssystem nur umständlich zu lösen weiß. Ein Umstieg auf ein neues Smartphone-Betriebssystem bietet sich daher an.

Das Betriebsystem Android hat seine Wurzeln in der Online-Anbindung verschiedener Dienste, insbesondere der des Betreibers Google. Insofern murss ein Windows Mobile Nutzer beim Wechsel von einem gewöhnlichen Handy oder vom nicht für Internetanwendungen optimierten Windows Mobile 6.x etwas umdenken. Im Folgenden sind einige Anwendungsfälle (Usecases) aufgeführt, die die Unterschiede von einem Windows Mobile-  zu einem Android – Handy deutlich macht. auch wenn Windows Phone 7 mit der Benutzfreundlichen Oberfläche „Metro“ hier bereits verbessert ist, fehlt noch immer das letzte Quentchen an intuitiver Benutzerführung.

Einrichtung des Handys.

Unsere Tests haben wir mit dem Motorola Milestone und dem preisgünstigen Sony Ericsson Xperia X8 durchgeführt. Neben dem Betriebssystem mit den wichtigsten Anwendungen werden Google- Handys online über den Android Market personalisiert. Das bedeutet, dass alle Apps direkt auf das Handy heruntergeladen werden können. Wer eine volumenbasierte Datenflatrate nutzt, sollte dies zuhause im W-LAN tun, da durch die Downloads schnell die maximale Übertragungsmenge erreicht wird. Benötigt wird in jedem Fall ein verifizierter Google Account.

Telefonieren und SMS

Android geht mit dem Umstand, dass Handys auch zum Telefonieren verwendet werden, sehr unbefangen um.  Das Telefon-Widget ist zweckmmäßig und wirkt nicht überladen.  Die Aufteilung zwischen dem manuellen Wählen und der Anrufliste führt zu hoher Übersichtlichkeit. Im Telefon-Status von Windows Mobile wirkt dies etwas gequetscht und unaufgeräumt

Musik
Der Mediaplayer in Windows Mobile ist ein leistungsfähiges Tool zum Abspielen von Musikfddateien. Die Android Musicplayer beherrschen das aber ebenfalls sehr gut. Als App empfehlen wir den Power-Amp, der neben vielen Playlist- Einstellmöglichkeiten auch einen sehr guten Equalizer an Bord hat.

Der Vorteil des Mediaplayers liegt darin, dass dieser bestimmte Online Streams von Radiostationen abspielen kann, während dafür auf Android zunächst eine eigene App heruntergeladen werden muss. Mit „TuneIn“ staht allerdings eine sehe leistungsfähige Streaming- App kostenlos zur Verfügung, in der alle großen deutschen Radiostationen zu finden sind. Besonders für Live Sportübertragungen sehr empfehlenswert.

E- Mail
Die Einrichtung des E-Mail-Postfachs inkl. Sync klappt auf Android mit einem Google Postfach sehr gut.  Die App läuft mit IMAP und echtem Push-Mail, so dass das Handy eine Benachrichtigung über neue E-Mails anzeigt.

Windows Mobile hat hier seine Stärken in der Einbindung eines Exchange- Klienten, mit dem ebenfalls Push- Mail möglich ist. Android- Telefone können Outlook Exchange nur mit einer kostenpflichtigen App verarbeiten.

Wer seine Mailbox bei GMX oder WEB.DE hat, kann diese per kostenloser App einbinden und sogar weitere Konten in der auf dem K9-Mailer basierenden App verwalten.

Social Media.
Trotzdem es inzwischen sehr gute Windows Mobile Apps für Facebook, Twitter, Xing und Co gibt, ist hier das Android Telefon klar im Vorteil. Die Aktualisierungsfenster dieser Apps lassen sich mit wenigen Klicks in die Oberfläche einbinden und halten den Nutzer auf dem neusten Stand seiner Community.

Office Tools

hier spielt Windows Mobile seine Stärke aus. Das Office Mobile Paket ist einfach sehr praktisch und macht es möglich, dass wichtige Dokumente auf dem Handy mitgenommen und bearbeitet werden können. Bei Android bleibt hier nur die umständliche Verwendung von Google Docs im Read Only Modus oder die Installation eines kostenpflichtigen Mobile Office Paketes.

Spiele
Spiele gibt es auf beiden Plattformen genügend. Davon sollte also der Wechsel keinesfalls abhängig sein. Als besondere Empfehlung für Android  sei das kostenlose  Schachprogramm „DoidFish“ angemerkt, dass auf einer der weltbesten Schach-Engines basiert, dem Programm 2Stockfish, das unter den Top-3 der Weltrangliste rangiert.